Dragon Age
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Games Convention 2008 - Preview
Dragon Age: Origins - GGP-Preview von der Games Convention 2008

Dragon Age OriginsDragon Age ist seit Jahren schon eines der Spiele, auf die man gerne schaut. Man weiß ja nicht viel davon, außer dass es von BioWare schon lange entwickelt wird. Und diese Informationen lassen Rollenspielfans schon die Augen glänzen. Auf der Games Convention hatte ich die Möglichkeit mir von einem BioWare Angestellten das Spiel zeigen zu lassen.

Wir begannen mit den normalen Informationen zum Spiel, es wird ein Einzelspieler-PC Spiel. Es ist kein Multiplayer geplant und wird auch nie kommen sondern sie haben sich nur darauf konzentriert, den SP so tief wie es nur geht zu gestalten. Das Spiel wird nächsten Frühling für den PC herausgebracht, und es wird keine Konsolenversionen geben. Eine lustige Geschichte zu dem Beinamen: Sie kamen auf Origins, weil sehr viel in der Geschichte sich um Ursprungsgeschichten dreht, aber auch, weil die RPG Sparte der Ursprung von BioWare ist und man in letzter Zeit nicht mehr so viele reine RPG’s herausbrachte und Dragon Age nun wieder zurück zu den Ursprüngen der Firma geht. Komponist wird wieder ein alter Bekannter sein, und zwar der Baldur’s Gate-Komponist (wir kamen beide nicht auf den Namen und vermuten Inon Zur).

Dragon Age OriginsWeiter ging es mit den Informationen rund um die Charaktererstellung, die sehr großzügig für den Spieler ist. Man kann seinen Haupthelden alles werden lassen, jede Rasse, beide Geschlechter, sowie alle Möglichkeiten rund um das Aussehen des Haupthelden. So kann man dem Helden auch Tattoos quer über dem Körper verteilen, ebenso wie man ihm auch Piercings und andere Gadgets am Körper verpassen kann. Es gibt eigentlich nichts, was man am Helden nicht machen kann, und für die überkreativen Menschen gibt es immer noch den Editor, um das Aussehen des Helden weiter zu optimieren. Aber wer mit den zu Beginn vorgegebenen Möglichkeiten noch nicht zufrieden ist, der hat sehr spezielle Sonderwünsche. Ebenso kann man einstellen, ob man aus armen oder aus reichen Verhältnissen kommt, was man zum Beispiel in der Klasse „Ash Warrior“ merkt, die nur für Krieger aus armen Verhältnissen zur Verfügung steht.

Zur Grafik im Spiel gibt es eigentlich auch nur eines zu sagen: Wow. Selten habe ich eine so wunderschöne Welt gesehen. Egal, was für ein Monster-PC vor mir stand, damit es so lief, das Spiel sieht wunderschön aus. Und es wird an allen und Ecken lebendig, durch viele Kleinigkeiten, sei es ein Gefangener in einem Käfig, der die Umstehenden anbettelt, weil er am Verhungern ist, oder ein König in seiner goldenen Rüstung, der nur vor Stolz so protzt. Die Charaktere sind ebenfalls sehr schön animiert, das Einzige, was mich störte waren die Wangenknochen, die beim Reden zwar sich schön bewegten, aber irgendwie unnatürlich aussahen.

Dragon Age OriginsDie Gegner im Spiel sind die Dark Spawn, die die Welt komplett zerstören wollen. Was ihre Beweggründe sind wurde nicht genauer genannt, klar, wer das wissen will, soll das Spiel selber spielen. Diese Dark Spawns manipulieren die Drachen der Welt, damit sie sich in Erzdämonen verwandeln und die Welt terrorisieren. Und da die Drachen mit die stärksten Geschöpfe in der Welt darstellen, sollte es ihnen dadurch gelingen. Die Dark Spawns sehen selber aus, wie man Orks und Trolle, sowie ähnliche Kreaturen, aus anderen Fantasy-Welten gewohnt ist. Nur sind sie hier weitaus intelligenter. So zaubern sie zum Beispiel zuerst eine Art Benzin auf den Charakter, um ihn dann mit einem Feuerball zu entzünden.

Die Welt ist rund um Multiple Choice aufgebaut, jede Entscheidung, die man trifft, hat einen Effekt auf das spätere Spiel. Dies wurde am Beispiel des verhungernden Gefangenen in seinem Hängekäfig erklärt. Dieser hat versucht Zauberer zu bestehlen, da sie eine wertvolle Kiste besaßen. Zuerst stahl er den Schlüssel, als er aber wiederkam, um die Kiste zu entleeren, wurde er erwischt. Den Schlüssel hat er immer noch und würde ihn gegen Befreiung oder etwas zum Essen eintauschen. Man kann also den Schlüssel annehmen und ihn retten, aber man kann auch den Schlüssel nehmen und den Häftling umbringen, damit er für immer schweigt. Egal wie man sich entscheidet, es wird Auswirkungen auf die Welt haben, wenn man ihm hilft und rettet, trifft man ihn später in einem anderen Dorf wieder, wo er ein neues Leben begonnen hat und nun sich erkenntlich gegenüber dem Helden zeigen will. Auf der anderen Seite, wenn man ihn tötet, wird man von der Wache gestellt, und muss sich damit auseinandersetzen. Dieser Faden der Entscheidungen zieht sich durch das komplette Spiel, und dies wird auch Auswirkungen auf das Ende des Spiels haben, wie wir von dem BioWare Mitarbeiter erfuhren. So gibt es sehr unterschiedliche Enden, je nachdem, wie man das Spiel selber beeinflusst und entwickelt. Es werden mehrere kleinere Unterschiede aber auch einige größere Unterschiede geben, je nachdem, wie man das Spiel selber beeinflusst. Ob es also auch möglich ist, sich auf die Seite der Dark Spawns zu schlagen, wollte man mir mit einem Lachen nicht verraten.

Dragon Age OriginsEine weitere Besonderheit in der Welt von Dragon Age ist die Stellung der Magie. So wird sie von den Einwohnern der Welt verachtet und Leute, die die Fähigkeit haben, Magie zu verwenden, werden ignoriert. Es gibt eine Gruppe, die sich „The Chantry“ nennt, die die komplette Magie in der Welt unter Kontrolle hat. Jeder Magier oder jede Zauberin muss in dieser Gruppe angemeldet sein und sie werden auch dadurch kontrolliert. Man muss also, wenn man einen Magier spielt auch in diese Gruppe eintreten, wenn man nicht verfolgt werden will.

Apropos Gruppe, man hat im Verlauf des Spiels die Möglichkeit Helden in die Gruppe aufzunehmen, so kann man 3 Mitglieder in die aktive Party aufnehmen und so viele Mitglieder wie man will im Basecamp haben, die man auch immer durchwechseln kann, so dürfte die Anzahl an möglichen Mitgliedern relativ hoch sein, ob und wie viel Hintergrundgeschichte jeder hat, ist noch unklar, bei 4 Jahren Zeit, sich etwas für die Geschichte einfallen zu lassen, lässt nur Gutes hoffen. Des Weiteren ist jeder Charakter, den man im Kampf dabei hat, spielbar. So kann man immer zwischen den 4 Charakteren wechseln und mit ihnen kämpfen. Was man während den Kämpfen auch sehr gut sieht ist die sehr gute KI, sei es von Gegnern oder von den Mitstreitern. Dazu zwei Beispiele: Wir sind in einen Raum gegangen mit unserer Heldentruppe, worin 4 Gegner waren. Diese haben sich alle 4 gleichzeitig auf den gleichen Charakter gestürzt und diesen attackiert, obwohl andere Charaktere näher gewesen wären. Unsere Guppenheilerin ist immer an der Tür des Raumes stehen geblieben und hat von sich aus die Gruppe geheilt und hat sich immer schön brav vom Kampfgeschehen ferngehalten.

Die Welt von Dragon Age ist eher in kleinere Gebiete aufgeteilt, sodass man nicht eine frei begehbare Welt hat. In diesen „kleinen“ Gebieten gibt es allerdings immer noch genug, das man machen oder verpassen kann. Wenn man ein Level beendet hat, kann man jederzeit dorthin zurückkehren, wie genau das allerdings auswählbar ist, ist noch nicht bekannt. Und wie viel in den alten Gebieten machbar ist, wenn man zurückkehrt ist ebenfalls unbekannt.

Dragon Age OriginsAls Abschied aus der Demo haben wir einen großen Kampf mit einem Dämon gesehen. Diesen haben wir mit unseren kleinen Mannen solange bearbeitet, während unsere Zauberin versuchte, die Gruppe mit Heilung zu versorgen und bei einer kleinen Pause des Gegners diesen auch mit Zaubersprüchen zu schwächen. Doch Vorsicht, in diesem Spiel gibt es Friendly Fire, was wir des Öfteren zu spüren bekamen. Der Gegner schnappte sich einen unserer Heldentruppe, hielt ihn und prügelte auf ihn ein oder sandte alle drei unserer Angreifer gleichzeitig zu Boden mit einem Rundumschlag. Nachdem dann drei unserer Kumpane gefallen sind, konnten wir gerade noch mit unserem schwertschwingenden Helden den Death Blow anbringen. Ein letzter Schlag, der den Tod des Gegners besiegelt, nachdem wir seine komplette Lebensleiste niedergeprügelt haben. Dieser letzte Schlag wird nicht immer aktiviert, und man muss schon Glück haben, dass man ihn bei kleineren Gegnern sieht (bei Bossen sieht man ihn immer). So erst mal eine kleine Verschnaufpause und alle Wunden, die der nun wieder lebenden Kumpane und die von unserem kleinen Helden zu versorgen.

Mit Dragon Age steht wohl jedem RPG-Fan ein Must Buy ins Haus, das man einfach nicht überspringen oder ignorieren darf. Viel Negatives gibt es nicht zu sagen, denn wenn das Spiel wirklich durch die vielen Enden zu wiederholtem Spielen einlädt, Mod-Teams für weiteres Futter sorgen, dann wird dies wohl ein länger lebendes Spiel. Ebenso erspähte ich einen (schwer übersehbaren) Button, worauf „Downloadable Content“ stand, sodass man sich auch von BioWare Seite auf Nachschub freuen kann. Und stolz wurde auch verkündet, dass dies nicht das einzige Spiel des Franchises sein wird, denn man wollte nicht so eine große Welt nur für ein Spiel entwerfen.

Ich freue mich auf den Frühling.

 
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