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{mosimage}Dragon Age ist das neueste Werk der Rollenspielprofis von Bioware. Es soll der ideelle Nachfolger eines der wohl besten Rollenspiele werden, nämlich Baldur's Gate II. Und wenn dies gelingen sollte - was für ein Entwicklerteam, das sich ausschließlich mit Rollenspielen beschäftigt, kein Problem sein dürfte - wird Dragon Age sicher ein Hit. Schließlich ist auch das Szenario sehr ansprechend. Anders als zu erwarten wäre, basiert Dragon Age im Gegenteil zu Baldur's Gate und Neverwinter Nights nicht auf dem D&D-Universum, sondern die Entwickler feilen an einem eigenen klassischen Fantasy-Universum. Die Liebe zum Detail, die ja bereits aus ihren anderen Spielen bekannt ist, zeigt sich auch in der neu erschaffenen Welt, die für Bioware auch eine Investition für die Zukunft ist, da sich mehrere Spiele in diese Welt integrieren lassen.

Diese Liebe zum Detail hat auch seine Nachteile. Es wird keine große Welt geben, in der sich der Spieler bewegt, sondern wie in Baldur's Gate II eine in Zonen eingeteilte Karte mit Reisen auf Klick. Dafür fallen die Ladepausen in den einzelnen Gegenden weg, z.B. beim Betreten von Gebäuden. Wie in anderen Spielen Biowares spielt die Moral eine wichtige Rolle, was die Atmosphäre stark ausbaut. Es soll nicht schlichtes unterscheiden zwischen Gut und Böse werden, sondern ein Spiel bei dem man überlegen muss, was man tut. Spielt man eigennützig oder zum Wohl des Volkes, tötet man beliebige Personen, oder nur dann, wenn es keinen Ausweg mehr gibt? Auch in Knights of the Old Republic und Baldur's Gate II konnte man durch sein Handeln den Spielverlauf verändern. Bei Dragon Age soll das soweit gehen, dass das Vorgehen bestimmt, welche Rasse austerben wird, welches Reich dem Untergang geweiht ist und wer das Land führen wird.

Rollenspielüblich bastelt man sich einen Charakter. In Dragon Age gibt es anfangs 3 Klassen. Genretypisch Krieger, Magier und Dieb. Diese drei Klassen lassen sich, nach dem Sammeln ausreichender Erfahrungspunkte, spezialisieren. Das heißt, aus einem Dieb kann ein Barde werden, aus einem Magier ein Priester usw. Diese Unterklassen sind noch nicht bekannt. Was auch aus Baldur's Gate übernommen werden soll, sind Quests für eine bestimmte Klasse. In BG konnte man beispielsweise als Krieger, nachdem man 3 Trolle aus einem Keller gejagt hatte, die dazu gehörige Burg verwalten.
Der so genannte Archetyp kam bereits in Neverwinter Nights 2 vor, wird aber in Dragon Age vermutlich um einiges komplexer ausfallen. Es handelt sich um eine Art Vorgeschichte, die auch die Behandlung, der NPCs steuert, die einem wiederfährt. Der Archtyp ist eine Art Klasse, die man wählen kann, und bestimmt die Herkunft und auch einige Feinde eures Charakters. Man kann z.B. den Edelmann wählen und spielt dann die ersten 2 Stunden die Entwicklung seines Charakters in einem Schloss. Diese ersten paar Stunden werden sich, nach Wahl des Archtypes und der Rasse, von Mal zu Mal unterscheiden.
Ein weiteres geniales Detail mehrerer Bioware Spiele sind die Gruppenmitglieder, die einem folgen. Bis zu 4 Kameraden kann man sich auf seine Reise mitnehmen. Jeder dieser Gruppenmitglieder hat eine eigene Geschichte, Gesinnung, und manchmal sogar Quest. Durch die Gesinnung der Charaktere dürften sich wie bereits in KotOR und BG wieder Streitgespräche und Konflikte entwickeln, die, wie die Entwickler verkünden, sogar zu Kämpfen und Austritt aus der Gruppe führen können. All das verspricht eine hammer Atmosphäre zu bilden.
Ein bereits bekannt gegebenes Beispiel ist ein Golem, den man durch eine Quest als Gruppenmitglied anwerben kann. Dieser Golem ist eine von Zwergen erschaffene Kampfmaschine. Bei Einsätzen die vorsichtiges Vorgehen erforden, kann man den Golem stehen lassen, aber nur wenn man ihm verspricht ihn wieder abzuholen. Auch hier wirken sich die Taten des Spielers auf die Entwicklung des Golems aus. Entweder er wird zu einem tabulosen Killer, oder entwickelt evtl sogar eine menschliches Gewissen und eine Seele.

Die Grafik
Eigens für Dragon Age hat Bioware eine neue Grafiktechnologie namens Eclipse programmiert. Sie unterstützt Shader 3.0, HDR, Multithreading und noch mehr. Die Screenshots beweisen bereits, dass wir einen grafischen Leckerbissen erwarten dürfen. Auch die Physik fällt nicht unter den Tisch. Flammen lodern, die KI stößt Gegenstände um, um dahinter in Deckung zu gehen, nur um gleich wieder hervorzustürmen, da sie in ihre Einzelteile zerbersten.

Die Kamera
Aus der Kameraführung Neverwinter Nights haben die Entwickler gelernt. Die Kameraführung in Dragon Age soll komfortabler werden, um seine Gruppe im Blick behalten zu können. Normalerweise steuert man seinen Char aus der Verfolgerperspektive, aber bei einer Kampfhandlung zoomt die Kamera aus dem Geschehen heraus in die Vogelperspektive. Wem das nicht gefällt, kann die Kamera auch frei justieren.

Das Kampfsystem
Wenn die Kamera nun "von oben" auf die Gruppe und die Gegner zeigt, folgt, wie in BG, nun der Druck auf die Leertaste, und man kann in aller Ruhe taktieren und Befehle geben. Man kann einem Char bis zu 6 Befehlen hintereinander geben, die er dann der Reihe nach ausführen wird. Die Animationen schauen geschmeidig aus und es entwickeln sich kinoreife Kämpfe zwischen Gruppenmitgliedern und Gegnern. Dabei scheut Bioware auch nicht die Realität. Blut wird in Strömen fließen und das Schwert ist auch nicht zum Wurst schneiden da. Laut Bioware war das Vorbild dieser Kämpfe, die Action aus der Serie Rome. Was das Spiel mit Drachen zu tun hat, ist bis jetzt noch mysteriös. Vermutlich werden die Drachen ein Grund für Sie sein , die Welt zu retten. So warten wir auf einen hoffentlich neuen Rollenspielstern.
(Gamestar, 1/07, zusammengefasst von Caine)